03.01.18

Das Filmjahr 2017 – Die Elefantenrunde der Unterhaltungsparteien

Cineastische Jahresrückblicke sind immer eine spannende Sache, besonders wenn das Jahr so bewegt war wie 2017. Man möchte das Jahr mit all seinen Highlights noch einmal Revue passieren lassen, seine Lieblinge vorstellen, vielleicht einen Geheimtipp abgeben, und natürlich immer auch betonen, dass man etwas entdeckt hat, was den anderen entgangen ist – der Stolz jedes Filmbloggers.
2017 erwies sich für uns als ein Jahr der Zäsur – der sich immer weiter zuspitzende Konflikt zwischen Kino und Fernsehen erreichte dieses Jahr eine Art kritischer Masse. Erstmals seit ... vielleicht überhaupt, gelang es dem Fernsehen, dem Kino den Schneid abzukaufen. Nicht nur das Standardfernsehen, sondern vor allem die Streaming-Sender bewiesen großes Geschick darin, die Lücken mit Qualität zu füllen, die das Kino hinterlässt, und wir von Duoscope nahmen dieses Angebot dankbar an.
Und so wurde 2017 das erste Jahr, in dem wir dem Fernsehen mindestens ebenso viel Respekt zollen müssen wie dem Kino.
Um das einigermaßen kreativ in unseren Jahresrückblick einzubinden, haben wir beschlossen, auch die dritte große Quelle für Unterhaltung, surreale Plots und tiefschwarzen Humor heranzuziehen, die das Jahr zu bieten hatte die Politik. In diesem Sinne: Viel Vergnügen mit unserem ganz persönlichen, wie immer streng subjektiven Jahresrückblick 2017!
Fotocollage © Duoscope

29.12.17

Porträt: Brad Pitt – Teil 2: Der Produzent und Weltenretter

Im ersten Teil unseres Porträts haben wir Brad Pitts erste Schritte als Schauspieler und seinen rasanten und emanzipierten Weg an die Spitze von Hollywoods Nahrungskette verfolgt. Wir haben das Phänomen Pitt zu ergründen und zu ertasten versucht. Wir haben seine Kultfilme wie auch seine mittelmäßigen Streifen beleuchtet und festgestellt, dass in den 90ern selbst die weniger gelungenen Filme die Massen ins Kino zogen, wenn Pitt mitspielt.
Doch damit allein will Brad Pitt sich nicht abfinden – er will nicht von Castingagenten und Produzenten abhängig sein. Er will selbst Stoffe finden und entwickeln. Und mit dem Alter erwacht auch sein soziales Gewissen – denn wer Einfluss in Hollywood hat, kann diesen auch darüber hinaus geltend machen. Und derselbe Erfolg, der Pitt schon zum Kassenmagneten gemacht hat, lässt ihn auch zu einem der erfolgreichsten Spieler hinter den Kulissen Hollywoods und zum „Oscarflüsterer“ aufsteigen.
Quelle: Blu Ray „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ © Sony Pictures Home Entertainment

18.12.17

Porträt: Brad Pitt – Teil 1: Vom Greenhorn zum Superstar

Wenn man jemanden kennenlernt, konzentriert man sich dann nur auf sein Aussehen? Das ist nur der erste Eindruck. Und dann gibt es Menschen, die einem nicht sofort ins Auge springen, aber wenn man sich mit ihnen unterhält, werden sie zur schönsten Sache der Welt. Die großartigsten Schauspieler sind nicht das, was man ein wunderschönes Sexsymbol nennt. Ich verrate Ihnen, wer meine liebste Schauspielerin ist: Dianne Wiest, und die ist nicht gerade ein Sexsymbol. Aber für mich ist Dianne Wiest die schönste Frau der Leinwand.
– Brad Pitt
Quelle: Blu Ray „Thelma & Louise“ © Twentieth Century Fox

10.12.17

Deadly Games (F 1989) – Der Weihnachtskultfilm den keiner kennt

„Es gibt diesen Moment in der Kindheit, wenn das Kind anfängt Fragen zu stellen, über die Existenz der Vorstellungskraft, von Wundern und des Todes. Das alles analysiere ich, jedoch auf dem Wege der 'Unterhaltung', denn wenn ich ins Kino gehe, will ich nicht gelangweilt werden. Man kann den Film einfach als das nehmen was er ist, als einen packenden Thriller, aber um ehrlich zu sein, gibt es unter der Oberfläche viele Themen und Ideen, die weit stärker als reine Unterhaltung sind.“
- René Manzor
© Alive – Vertrieb und Marketing

03.12.17

Tödliche Weihnachten (USA 1996) – Das mutige Ende dreier Stars

Der Autor von LETHAL WEAPON, der Regisseur von STIRB LANGSAM 2, und einer der Stars aus THELMA & LOUISE - auf dem Papier kann TÖDLICHE WEIHNACHTEN nur ein Erfolg werden, als er im Herbst 1996 erscheint. Doch der Film wird für seine Macher zur Katastrophe: Die derbe Actionkomödie leidet unter der Last ihres Vorgängers und schlimmer noch: an ihrem Mut. Denn der Film bricht mit einem eisernen Gesetz des Actionkinos!
Quelle: DVD "Tödliche Weihnachten" © Warner Home Video